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Veranstaltungen

Rückblick auf den SCS Summit: Ein Schritt zur digitalen Unabhängigkeit

Der SCS Summit 2024 in Berlin markierte einen wichtigen Fortschritt in Richtung digitaler Unabhängigkeit und bot die Gelegenheit, das Projekt ECO:DIGIT vorzustellen, das nachhaltige Praktiken in der Cloud-Nutzung fördert. Die Veranstaltung verdeutlichte, wie technologische Entwicklungen und ökologische Verantwortung miteinander verknüpft werden können.

Am 14. Mai fand in der Villa Elisabeth in Berlin der jährliche Sovereign Cloud Stack (SCS) Summit statt. Dieses Ereignis brachte die SCS Community zusammen, um die neuesten Entwicklungen im Bereich der digitalen Unabhängigkeit zu präsentieren und zukünftige Pläne und Visionen zu diskutieren. Der SCS ermöglicht es Cloud-Nutzer*innen, Anbieter frei zu wählen und unkompliziert zu wechseln, ohne zusätzliche Kosten oder Schulungen. Diese Flexibilität ist besonders wichtig, da Deutschland und Europa in der Digitalisierung hinterherhinken und stark von US-amerikanischen Plattformen abhängig sind. Das Ziel des SCS ist es, durch die Nutzung offener Standards und freier Software eine unabhängige, sichere und nachhaltige Cloud-Infrastruktur zu schaffen.

In einem Vortrag auf dem Summit stellten Lena Hoffmann und Christoph Streit ECO:DIGIT vor und erläuterten, wie das Projekt durch die Integration umfassender Umweltanalysen in SCS-Umgebungen dazu beiträgt, nachhaltige, transparente und digital-souveräne Cloud-Umgebungen zu schaffen. Ein zentraler Bestandteil von ECO:DIGIT ist dabei die Nutzung von Open-Source-Technologien, die es ermöglicht, Cloud-Umgebungen detailliert zu untersuchen und zu analysieren. Dies bietet die notwendige Transparenz, um die Umweltauswirkungen präzise zu bewerten und zu reduzieren

Im Rahmen eines Interviews auf der Konferenz betonten Jens Gröger vom Öko-Institut e.V. und Christoph Streit von ScaleUp Technologies GmbH & Co. KG ebenfalls die Bedeutung von Open-Source Projekten wie ECO:DIGIT. Dabei unterstreicht Gröger, dass das Umweltthema zunehmend an Bedeutung gewinnt und es deshalb essenziell ist, nachhaltige Praktiken auch in der digitalen Sphäre zu etablieren. Streit ergänzt, dass die Entwicklung und Nutzung eigener Standards es Unternehmen ermöglichen, flexibler auf gesetzliche Anforderungen zu reagieren und die Umweltbelastung genauer nachzuvollziehen.

Der SCS Summit bot somit nicht nur die Gelegenheit, sich über technologische Fortschritte auszutauschen, sondern auch das Bewusstsein für ökologische Verantwortung in der Cloud-Nutzung zu schärfen. Die Veranstaltung verdeutlichte, wie wichtig es ist, digitale Souveränität mit nachhaltigen und umweltfreundlichen Praktiken zu verbinden.

Für weitere Einblicke können Sie das Interview mit Christoph Streit und Jens Gröger hier ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=_jjz1Ygvmns 

 

 

Im Interview mit Christoph Streit und Jens Gröger.
Nadja Schieber führte das Interview mit Christoph Streit von ScaleUp Tech (links im Foto) und Jens Gröger vom Öko-Institut.
Präsentation von Lena Hoffmann und Christoph Streit.
"IKT ist für schätzungsweise 4-5% des globalen Stromverbrauchs verantwortlich". Lena Hoffmann (Gesellschaft für Informatik e.V.) und Christoph Streit (SchaleUp Tech) stellen ECO:DIGIT vor.