Vortragsaufzeichnung: Wie kann ich ein Edge-Device ökobilanzieren?
Nachhaltige Digitalisierung ist mehr als nur Stromsparen. Wie man den ökologischen Fußabdruck von Edge-Devices misst und reduziert, zeigt ein Vortrag unseres Projekts auf der Green ICT Connect 2025 anhand eines konkreten Beispiels und mit Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Unsere Kollegen Dr. Dirk Bunke und Jens Gröger vom Öko-Institut haben die Frage wie man Edge-Devices ökobilanzieren kann auf der Green ICT Connect 2025 anschaulich beantwortet. Die Green ICT Connect ist eine jährliche Fachkonferenz, die sich der Ressourcenschonung in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) widmet. In ihrem Vortrag demonstrierten sie am Beispiel eines Raspberry Pis in einem Aluminiumgehäuse, wie sich der Umweltverbrauch digitaler Systeme präzise bewerten lässt.
Im Rahmen unseres Projekts entwickelten sie eine Methodik, die digitale Basisressourcen nutzt, um den Ressourcenverbrauch einzelner Softwareanwendungen exakt zuzuordnen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Toxizität: Ein Toxindikator berechnet die freigesetzten Schadstoffe während Herstellung, Betrieb und Stromverbrauch. Konkrete Zahlen zeigen das Potenzial: Ein 140 g schwerer Raspberry Pi verursacht etwa 140 g Metalläquivalente (MG). Dieser Wert lässt sich durch den Einsatz von Sekundäraluminium oder halogenfreien Flammschutzmitteln deutlich reduzieren.
Das Fazit ist klar: Nachhaltige Digitalisierung gelingt nur durch ressourcenschonendes Hardwaredesign und effiziente Software und damit durch eine ökologisch optimierte Gestaltung von Herstellung und Betrieb ganzer ICT-Systeme.



